Brandschutz
Bauphysik
Sicherheit
Planungswerkstatt –
Kreative Lösungen für die Zukunft
Die Anforderungen an Planung und Bauen verändern sich – und damit auch die Fragen, die Architekten und Planerinnen im Arbeitsalltag beschäftigen.
- Was darf im Bestand bleiben, was nicht?
- Wie lassen sich offene Lernlandschaften mit den Anforderungen des Brandschutzes vereinbaren?
- Was bringt das neue Gebäude-Modernisierungsgesetz konkret für die Planungspraxis?
- Und wo liegen die eigenen Pflichten bei der Arbeitssicherheit auf der Baustelle?
Diese Planungswerkstatt greift genau solche Themen fachlich fundiert auf.
Die Vorträge sind so aufbereitet, dass sie einen klaren Überblick geben und gleichzeitig Orientierung für die eigene Arbeit bieten. Ob als Auffrischung bekannter Themen oder als Einstieg in neue. Die Veranstaltung richtet sich an alle, die im Planungsalltag mit diesen Fragen in Berührung kommen.
Genauso wichtig wie die Inhalte ist uns der Austausch: Eigene Erfahrungen, offene Fragen und konkrete Fälle aus der Praxis sind ausdrücklich willkommen. Wir freuen uns auf eine lebendige Diskussionsrunde.
WANN?
15. Oktober 2026
14.00 bis 18.00 Uhr

WO
Handwerkskammer Ulm
Olgastraße 72, Ulm
Wie viel Abweichung verträgt der Bestand? Materieller Bestandsschutz verständlich eingeordnet
Referent: Thomas Eisenhut – Senior-Projektleiter Brandschutz, Master of Engineering
Wer im Bestand plant, kennt die Frage: Was darf bleiben, was muss angepasst werden? Der materielle Bestandsschutz ist dabei ein entscheidendes, aber oft unsicheres Terrain. Anhand praxisnaher Fallkonstellationen zeigt dieser Vortrag, unter welchen Voraussetzungen bestehende Konstruktionen trotz Abweichungen von aktuellen Regelwerken zulässig bleiben – und wo Eingriffe den Bestandsschutz gefährden können.
Besonderes Augenmerk liegt auf Tragkonstruktionen, raumabschließenden Bauteilen und Anschlüssen im Spannungsfeld zwischen Leistungsfähigkeit, Ausführung und heutigen Anforderungen. Sie erhalten klare Bewertungsmaßstäbe – und wissen danach, wo Ihr Handlungsspielraum liegt und wo Haftungsrisiken beginnen.
Brandschutz im Schulbau.
Lernlandschaften gestalten, Anforderungen meistern.
Referent: Joachim Lorösch – Prokurist, ö.b.u.v. Sachverständiger für vorbeugenden Brandschutz (IHK Ulm)
Offene Lernlandschaften, sichtbare Holzdecken, denkmalgeschützte Gebäude und dazu die neuen Anforderungen der Muster-Schulbau-Richtlinie (MSchulbauR) der Arge Bau: Schulbauprojekte sind brandschutztechnisch anspruchsvoller denn je.
Anhand des Pilotprojekts IGS Frankfurt – einem Schulbau mit denkmalgeschützten Bestandsgebäuden und einem Erweiterungsbau in Holzbauweise der Gebäudeklasse 5 – werden die typischen Herausforderungen an der Schnittstelle von Denkmalschutz, Pädagogik und Bauordnungsrecht aufgezeigt. Der Vortrag stellt konkrete Lösungsansätze vor und gibt Orientierung für eigene Projekte mit ähnlichen Konstellationen.
Raumakustik in Schulen – Grundlage für gutes Lernen. Wie akustische Planung Unterricht und Wohlbefinden unterstützt
Referent: Christian Trotta – Projektingenieure Bauphysik, Bachelor of Engineering
Nachhall, Lärm, mangelnde Sprachverständlichkeit – was sich im Schulalltag wie ein Randproblem anfühlt, hat nachweislich Auswirkungen auf Lernerfolg, Konzentration und Wohlbefinden. Nach DIN 18041 bestehen klare akustische Anforderungen, die in der Praxis oft nur durch gezielten Einsatz von Deckenabsorbern zu erfüllen sind.
Dieser Vortrag zeigt, wie Schallreflexionen entstehen, welche Risiken sie für Kinder und Menschen mit Hörbehinderung mit sich bringen – und wie sich normative Anforderungen und subjektive Raumwahrnehmung unterscheiden können. Ob Klassenraum oder Aula: Sie erhalten praxisnahe Einblicke in die akustische Planung und konkrete Hinweise für die richtige Absorberpositionierung.
Vom GEG zum GModG – Änderungen im Energiegesetz
Referent: Andreas Vögele – Projektleiter Bauphysik, Bachelor of Engineering
Mit der voraussichtlichen Veröffentlichung des Gebäude-Modernisierungsgesetzes (GModG) am 1. Juli 2026 steht eine Überarbeitung der bisherigen Regelungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) bevor.
Der Vortrag konzentriert sich auf die zu erwartenden inhaltlichen Änderungen und möglicher Vereinfachungen für Planung und Umsetzung. Auf Basis der bislang bekannten Entwicklungen werden zentrale Anpassungen dargestellt und eingeordnet.
Ziel ist es, einen praxisnahen Überblick über die zukünftigen Anforderungen zu geben und deren Auswirkungen auf die technische Umsetzung zu beleuchten.
Arbeitssicherheit auf Baustellen – Kennen Sie Ihre Pflichten?
Referentin: Cornelia Dalferth – Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinatorin
Als Bauleitung tragen Planende und Architektinnen Verantwortung für die Arbeitssicherheit auf der Baustelle – auch in Situationen, die sie nicht direkt überblicken können. Die rechtlichen Anforderungen an Bauherren und Bauleitungen sind dabei klarer geregelt, als viele vermuten.
In diesem Vortrag bekommen Sie die wesentlichen Kernpunkte strukturiert und praxisnah aufbereitet. Ergänzend zeigen wir Ihnen hilfreiche Internetquellen, die Sie bei konkreten Fragen im Arbeitsalltag schnell weiterbringen. So gehen Sie gut informiert und sicher in Ihre nächsten Projekte.
Gut zu wissen!
Wir werden Zeit haben, zu diskutieren und Ihre Fragen und Problemstellungen zu erörtern. Bringen Sie gerne Ihre Fragen mit – oder schicken Sie uns diese vorab.
Ihr PLUS: Wir haben bei der Architektenkammer Baden-Württemberg beantragt, dass diese Veranstaltung als Fort- bzw. Weiterbildung anerkannt wird.
Jetzt anmelden!
Wir freuen uns auf Austausch und Diskussion.
Sie haben Fragen?
Ihr Ansprechpartner für diese Veranstaltung ist Thomas Eisenhut.
Wenden Sie sich gerne an Ihn, wenn Sie Fragen zum Programm, Anmeldefomalitäten haben oder Sie bereits vorab Fragen für den Tag einreichen möchten.
- Name:
- Thomas Eisenhut
- Position:
- Senior-Projektleiter Brandschutz
- Telefon:
- +49 162 431 18 53
- eisenhut@umt-ing.de